Deutscher Hebammenverband e.V.

Präsidentin für weitere vier Jahre im Amt bestätigt

  • Ulrike Geppert-Orthofer zu ihrer Wiederwahl: »Ich bin stolz, diesen großartigen Berufsstand zu vertreten und die Geburtshilfe in Deutschland weitere vier Jahre krisen- und zukunftssicher mitgestalten zu dürfen.«

  • Die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes e.V. (DHV) Ulrike Geppert-Orthofer wird weitere vier Jahre an der Spitze des mitgliederstärksten deutschen Hebammenberufsverbandes stehen. Mit großer Mehrheit ist sie am 18. November wiedergewählt worden. Rund 200 delegierte Hebammen aus allen Bundesländern haben auf der dreitägigen Bundesdelegiertentagung neben weiteren Personalien auch über berufspolitische Weichenstellungen im Verband beraten. Zu den politischen Hauptforderungen gehören die flächendeckende Umsetzung der Eins-zu-eins-Betreuung sowie eine leistungsgerechte Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen für Hebammen. Darüber hinaus wird sich der Verband im Rahmen des von ihm initiierten Zukunftsdialogs Geburtshilfe mit Bündnispartner:innen zusammenschließen, um gemeinsam einen gesellschaftlichen Wandel anzustoßen mit dem Ziel, die Frau in den Fokus der Versorgung zu stellen.

    »Ich freue mich sehr über das Wahlergebnis und bin stolz, diesen großartigen Berufsstand zu vertreten und die Geburtshilfe in Deutschland weitere vier Jahre krisen- und zukunftssicher mitgestalten zu dürfen«, so Geppert-Orthofer zu ihrer Wiederwahl. »Dies ist jedoch nur möglich, wenn wir alle Geburtshilfe neu denken und die Bedürfnisse der Frauen, ihrer Kinder und Familien bedingungslos in den Mittelpunkt stellen. Wir Hebammen als maßgebliche Player im Gesundheitssektor werden dies fordern«, so die Präsidentin weiter.

    Hierfür schließt sich der Verband mit Bündnispartner:innen des Zukunftsdialogs Geburtshilfe zusammen. In den vergangenen zwei Jahren hat der DHV im Rahmen des Zukunftsdialogs mit Vertreter:innen aus Gesellschaft, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und aus der Profession zwölf Visionen für eine gute Geburtshilfe entwickelt (siehe Link) – darunter unter anderem die frauzentrierte Geburtshilfe, kontinuierliche Betreuung und Chancengleichheit für alle Frauen und Familien.

    Auf der Tagung haben die Delegierten außerdem Prof.in Dr.in Lea Beckmann als Beirätin für den Bildungsbereich ins Präsidium des DHV gewählt. Die ausgebildete Hebamme und Kinderkrankenschwester ist aktuell freiberufliche Dozentin an mehreren Hochschulen im deutschsprachigen Raum, die einen Hebammenstudiengang anbieten.

    Die von Beckmann formulierten Ziele für die nächsten vier Jahre sind: enge Zusammenarbeit mit den Hochschulen, Weiterentwicklung der Fort- und Weiterbildung der Kolleg:innen inklusive der digitalen Angebote, spezifische Angebote für die Hebammenlehrer:innen an den Fach- und Hochschulen sowie eine zentrale Registrierung aller Hebammen. In ihrer Bewerbung vor den Delegierten des DHV sagte Beckmann: »An den Hochschulen lernen die Studierenden nicht nur Wissen zu reproduzieren, sondern sie lernen, Wissen selbst zu generieren. Das ist der Grundstein zum lebenslangen Lernen.«

    Darüber hinaus werden folgende Positionen im DHV neu besetzt:

    • Compliance-Beauftrage: Susanne Lohmann
    • Kassenprüfung: Christiane Klimisch
    • Erste Schatzmeisterin: Dorothee Eisenhardt
    • Zweite Schatzmeisterin: Petra Kruse
    • Erste Schriftführerin: Vivian Stehmeier-Denker
    • Beauftragte für internationale Hebammenarbeit: Judith Otter

    Die zwölf Visionen für eine gute Geburtshilfe finden Sie hier: https://www.dhv-zukunftsforum.de/visionen/

    Quelle: DHV, 19.11.2021 ∙ DHZ

    Rubrik: Politik & Gesellschaft

    Erscheinungsdatum: 22.11.2021