Dranginkontinenz

Risikofaktoren für eine überaktive Blase

In 28 für diese Meta-Analyse ausgewählten Studien zeigte sich, dass nur das zunehmende Alter der Frauen und ein höherer Body-Mass-Index (BMI) signifikant häufiger mit dem Krankheitsbild der Dranginkontinenz assoziiert sind. Kein Zusammenhang fand sich bei der sexuellen Aktivtät, dem Bildungsgrad, der Parität, der Anzahl der vaginalen Geburten, der ethnischen Herkunft, der Menopause, dem Familienstand, Rauchstatus und Alkoholkonsum.

Frauen, die angestellt arbeiten, leiden signifikant seltener an der Reizblase. Dabei kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass die Krankheit selbst ein Angestelltenverhältnis verhindert oder beendete, weil die Frauen sich sozial inkompatibel fühlen.

Anmerkung: Der Begriff überaktive Blase, früher auch Reizblase genannt, beschreibt eine funktionelle Störung der Blasenfunktion ohne organpathologischen Befund. Es kommt dabei zu unkontrollierten Blasenentleerungen mit größeren Mengen Harnverlust. Häufig liegt der Symptomatik eine Störung des vegetativen Nervensystems zugrunde, die pathophysiologisch zu einem gestörten Zusammenspiel von Blasen- und Beckenbodenmuskulatur führt. Der häufig auftretenden Stressinkontinenz liegen andere Ursachen, beispielsweise Schwangerschaften und Senkungsbeschwerden zugrunde.

Quelle: Zhu J, Hu X, Dong X, Li L: Associations Between Risk Factors and Overactive Bladder: A Meta-analysis.Female Pelvic Medicine & Reconstructive Surgery 2018. https://journals.lww.com/jpelvicsurgery/Abstract/publishahead/Associations_Between_Risk_Factors_and_Overactive.99613.aspx DHZ