Baden-Württemberg

Runder Tisch beschließt Verbesserungen in der Geburtshilfe

Bei ihrer Sitzung Mitte Mai haben die TeilnehmerInnen des „Runden Tischs zur Situation der Geburtshilfe in Baden-Württemberg“ entscheidende Maßnahmen beschlossen, die die Situation von Schwangeren, Gebärenden und Wöchnerinnen in Baden-Württemberg verbessern sollen. Zentraler Ansatzpunkt war die gezielte Zusammenarbeit aller in der Geburtshilfe tätigen AkteurInnen sowie eine Stärkung der Selbstbestimmung der Schwangeren und Gebärenden.

Zweiter wichtiger Beschluss des Runden Tischs ist die Errichtung lokaler Gesundheitszentren mit dem Schwerpunkt auf die Versorgung von Schwangeren, Gebärenden und Wöchnerinnen. Diese sollen eine multiprofessionelle und integrierte Betreuung der Schwangeren und Gebärenden ermöglichen. „Hier können Ärzte und Hebammen gegebenenfalls auch Geburten begleiten“, erklärte Staatssekretärin Bärbl Mielich.

Darüber hinaus sprachen sich die Mitglieder des Runden Tischs für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Geburtshilfe aus. Eine konkrete mitarbeiter- und familienfreundliche Geburtshilfe zeige sich zum Beispiel in der Förderung von Hebammenkreißsälen. Diese führten zu einer höheren Arbeitszufriedenheit beim Personal und böten den Schwangeren eine hebammengeführte Geburtshilfeeinrichtung innerhalb der Klinik an. Wichtig für die Qualitätssicherung in der Geburtshilfe sei außerdem die Qualität der Ausbildung sowie die Möglichkeit des Wiedereinstiegs nach der Elternzeit.

Teilnehmende des Runden Tischs sind die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen, der Hebammenverband BW, die Elternschaft, Frauen- und Kinderärzteschaft, der Landkreistag BW, die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft, die Landesärztekammer sowie Staatssekretärin Bärbl Mielich mit weiteren VertreterInnen des Ministeriums für Soziales und Integration.

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Quelle: Ministerium für Soziales und Integration, 17.5.2019

Rubrik: Regionales

Erscheinungsdatum: 09.07.2019