Sachsen

Sächsische Schweiz Klinik Sebnitz künftig ohne Geburtshilfe

Die Sächsische Schweiz Klinik Sebnitz hat zum 31. März ihre geburtshilfliche Abteilung geschlossen und richtet nun ihre Gynäkologie neu aus. Trotz intensiver Bemühungen in den vergangenen Monaten war es nicht gelungen, offene Stellen in der Geburtshilfe mit qualifizierten Fachkräften neu zu besetzen.

Anfang Dezember 2014 hatten drei Beleghebammen ihre Verträge überraschend gekündigt, um sich ausschließlich der Vor- und Nachsorge widmen zu können. In den Folgemonaten wurden vergeblich mit Kliniken und Praxen in der Umgebung Kooperationsmöglichkeiten ausgelotet und bei Verbänden um Hilfe angefragt. Auch die umliegenden Kliniken und Hebammenpraxen sahen sich aufgrund der dortigen personellen Kapazitäten außer Stande, Sebnitz zu unterstützen. Ebenso blieb die Resonanz auf Stellenanzeigen ohne das erhoffte Ergebnis. Selbst mit deutlichem Entgegenkommen bei Löhnen und Gehältern war es nicht möglich, geeignete Fachkräfte zu begeistern.

Die Versorgung der schwangeren Frauen wird ab 1. April 2015 von den Entbindungskliniken im Umland übernommen, die je nach Standort zwischen 25 und 45 Autominuten entfernt liegen. Weiterhin angeboten werden die Vor- und Nachsorgekurse für Eltern während und nach der Schwangerschaft in der Sebnitzer Klinik. Die Klinik stellt ihren ehemaligen Beleghebammen dafür Räumlichkeiten zur Verfügung und sichert damit eine wohnortnahe Betreuung in Sebnitz vor und nach der Geburt.

(Sächsische Schweiz Klinik Sebnitz, 23.3.2015)

Rubrik: Regionales

Erscheinungsdatum: 16.04.2015