Populationsbasierte Studie

Schulleistungen von Kindern nach operativer Geburtsbeendigung

  • Die vaginal-operative Geburt hat keinen Einfluss auf die neurologische Entwicklung von Kindern.

  • Instrumentelle Geburtsbeendigungen gehören zu den etablierten geburtshilflichen Interventionen. Es ist jedoch wenig bekannt, ob und wie diese sich auf die spätere Entwicklung der Kinder auswirken. Für eine populationsbasierte Studie aus Australien wurden die Schulleistungen der Kinder im Alter von acht Jahren als Maß für die neurologische Entwicklung erhoben.

    5.494 Kinder, die per Forceps entbunden wurden, 6.988 per Vakuumextraktion und 80.803 spontan geborene Kinder in Australien wurden miteinander verglichen. Die Schulleistungen wurden mit dem National Assessment Program in Literacy and Numeracy (NAPLAN) erhoben. Die ersten Analysen ergaben keine schlechteren Leistungen der Kinder mit instrumenteller Geburtsbeendigung.

    Es ergaben sich geringe Anzeichen dafür, dass per Forzeps geborene Kinder eine minimal stärker ausgeprägte Rechtschreibschwäche als spontan geborene Kinder aufweisen.

    Das Ergebnis bleibt auch sichtbar, wenn die Subgruppen ohne prolongierte Austreibungsphase, bei Apgar >/= 9, bei normalem Blutdruck der Mutter und nicht-diabetischen Frauen extra ausgewertet wurden.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass am Termin instrumentell geborene Kinder sich mit acht Jahren in der neurologischen Entwicklung nicht von spontan geborenen Kindern unterscheiden.

    Quelle: Hsieh DC, Smithers LG, et al. Implications of vaginal instrumental delivery for children's school achievement: A population‐based linked administrative data study. ANZJOG 2019 https://doi.org/10.1111/ajo.12952 DHZ