Kolumbien

Schwangerschaftsabbrüche bis zur 24. Schwangerschaftswoche legal

  • Ein Erfolg: Das Verfassungsgericht in Kolumbien hat Schwangerschaftsabbrüche bis zur 24. Schwangerschaftswoche erlaubt.

  • In Kolumbien hat das Verfassungsgericht den Schwangerschaftsabbruch bis zur 24. Schwangerschaftswoche erlaubt. Zuvor war der Abbruch von Schwangerschaften in dem südamerikanischen Land nur in besonderen Fällen erlaubt gewesen, etwa nach einer Vergewaltigung, Lebensunfähigkeit des Fetus oder bei Gefahr für das Leben der Mutter. Nach der 24. Schwangerschaftswoche gelten weiter die bisherigen Gründe für einen legalen Abbruch.

    In Argentinien war Ende 2020 ein Gesetz zur Liberalisierung der Abtreibung bis zur 14. Schwangerschaftswoche verabschiedet worden. In den meisten anderen, ebenfalls christlich geprägten lateinamerikanischen Ländern sind Schwangerschaftsabbrüche nur in Ausnahmefällen erlaubt.

    Ecuador brachte in der vergangenen Woche ein Gesetz auf den Weg, das einen Abbruch nach einer Vergewaltigung erlaubt. In Chile scheiterte ein Gesetz zur Liberalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen Ende vergangenen Jahres vorerst. Einzig in lateinamerikanischen Ländern wie Uruguay, Kuba, Guyana, Französisch-Guyana und in Teilen Mexikos sind sie legal. In El Salvador sind sie sogar grundsätzlich verboten und werden mit Freiheitsstrafen geahndet. Selbst Fehlgeburten werden dort mit drastischen Strafen belegt.

    Quelle: dpa, 22.2.2022 ∙ DHZ

    Rubrik: Politik & Gesellschaft

    Erscheinungsdatum: 23.02.2022