Schleswig-Holstein

Sylter Hebammen-Notruf wieder erreichbar

Seit dem 1. Januar 2022 ist der Hebammen-Notruf auf Sylt wieder aktiv. Vier Hebammen beteiligen sich an den Rufbereitschaftsdiensten.

Der Hebammen-Notruf gibt werdenden Müttern auf der Insel die Möglichkeit, umgehend eine Hebamme anzufordern, wenn die Geburt sich früher als erwartet ankündigt. So kann die fachliche Begleitung der Mutter bis zur Verlegung in eine geeignete Klinik auf dem Festland und, wenn dies nicht mehr möglich ist, auch bei der Geburt auf Sylt sichergestellt werden.

Jedoch weisen der Kreis Nordfriesland und die beteiligten Hebammen eindringlich darauf hin, dass der Hebammen-Notruf nicht eingesetzt werden solle und dürfe, um eine Geburt auf der Insel zu erzwingen. Die missbräuchliche Nutzung des Notrufs könne dazu führen, dass das Angebot eingestellt werden müsse.

Ziel des Hebammen-Notrufes ist es, einer gesundheitlichen Gefährdung von Mutter und Kind während eines ungeplanten oder verfrühten Geburtsvorgangs vorzubeugen. Die oberste Empfehlung an die werdenden Mütter laute jedoch weiterhin, ab zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin eine der Boarding-Möglichkeiten der Geburtskliniken zum Beispiel in Husum, Heide oder Flensburg in Anspruch zu nehmen.

Quelle: Kreis Nordfriesland, 27.1.2022 · DHZ

Rubrik: Regionales

Erscheinungsdatum: 07.02.2022