Syrien, Jemen, Kongo

Unicef benötigt mehrere Milliarden Euro für Kinder

Weltweit sind Millionen Kinder und Jugendliche von Krieg, Konflikten, Gewalt und Naturkatastrophen betroffen. Das UN-Kinderhilfswerk Unicef will in diesem Jahr 41 Millionen notleidende Kinder schützen, medizinisch versorgen und verpflegen und ihnen die Chance geben, auch in Krisenzeiten zur Schule gehen zu können. Dafür seien 3,9 Milliarden Dollar (3,4 Milliarden Euro) nötig, heißt es von Unicef aus Genf.

Fast ein Drittel des Geldes ist für syrische Kinder im In- und Ausland vorgesehen. Hohen Bedarf sieht Unicef auch im arabischen Kriegsland Jemen und im von Konflikten geschüttelten Kongo.

Gerade in Krisenzeiten, auf der Flucht und in Flüchtlingslagern seien Minderjährige besonders in Gefahr, missbraucht, vernachlässigt oder ausgebeutet zu werden, erklärte Unicef. Das Kinderhilfswerk sieht 13,6 Millionen syrische Minderjährige im In- und Ausland als bedürftig an, zudem 11,3 Millionen Minderjährige im Jemen und 5,6 Millionen im Kongo. Durch die Flucht von mehr als zwei Millionen Menschen aus Venezuela seien in der Region fast 1,2 Millionen Kinder bedürftig, sowohl aus Venezuela als auch in den Gebieten, die Flüchtlinge aufgenommen haben. 

Im vergangenen Jahr hatte Unicef zu Spenden von 3,8 Milliarden Dollar aufgerufen und etwa Dreiviertel der Summe erhalten. Für Uganda, Angola und Madagaskar gingen weniger als 20 Prozent der benötigten Summe ein.

Quelle: dpa 29.01.2019 ∙ DHZ