Sectio

Unterhautfettgewebe am Bauch und Body Mass Index als Prädiktoren

Der Body Mass Indes (BMI) in der Frühschwangerschaft ist bereits als Risikofaktor für eine ungünstiges Geburtsoutcome bekannt. Die Fettverteilung wurde bis dato noch nicht untersucht. Für eine Studie in der Zeitschrift Acta Obstetricia et Gynecologica Scandinavica (AOGS) wurde die Unterhautfettdicke am Bauch mittels Ultraschalls bestimmt, um sie mit den Geburtsverläufen in Zusammenhang zu setzen.

In der prospektiven Kohortenstudie wurden 997 Frauen mit einer Einlingsschwangerschaft untersucht. Die mediane Unterhautfettdicke betrug 15,3 mm (12,8–19,6) und der mediane BMI lag bei 24,3 (21,7–28,3). BMI und Unterhautfettdicke weisen eine Korrelation von R2 = 0,55 auf. Beide Faktoren hingen stark mit dem Ausgang der Geburt per Sectio zusammen. Je 5 mm stärkeres Unterhautfettgewebe stieg die Wahrscheinlichkeit für eine Sectio um 32 %, beim BMI pro 5kg/m2 um 29 %.

Die Dicke des Unterhautfettgewebes am Bauch der Schwangeren wie auch ihr BMI sind demnach Prädiktoren für eine Sectio oder andere geburtshilfliche Abweichungen. Es ist aber noch mehr Forschung nötig, um die Bedeutung des Unterhautfettgewebes für die Vorhersage des Schwangerschaftsoutcomes heranzuziehen.

Quelle: Renuka VE, Sekar C et al. Increased maternal abdominal subcutaneous fat thickness and body mass index are associated with increased cesarean delivery: A prospective cohort study. AOGS. Oktober 2018. https://obgyn.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/aogs.13486 DHZ

 

 

Rubrik: Geburt