Gesetzesentwurf der FDP

Vaterschaftstests vor der Geburt des Kindes?

Die FDP-Bundestagsfraktion will nach einem Medienbericht Vaterschaftstests auch schon vor der Geburt eines Kindes erlauben. Bislang ist das nur erlaubt, wenn die Schwangerschaft aus einer Straftat entstanden sein könnte, also etwa einer Vergewaltigung.

In einem der Süddeutschen Zeitung vorliegenden FDP-Gesetzentwurf heißt es nach Angaben der Zeitung, Schwangere und potenzielle Väter müssten heute „in der Zeit zwischen Bekanntwerden der Schwangerschaft und Geburt in konstanter Ungewissheit leben“.

Nicht nur für die Mutter, sondern auch den tatsächlichen Vater und dessen Familie sei diese Lage schwierig.

Die FDP will demnach den Vaterschaftstest für Ungeborene allerdings erst nach dem Ablauf der zwölften Schwangerschaftswoche erlauben. Dann endet die Frist, bis zu der Frauen straffrei einen Abbruch vornehmen lassen können. Konkret geht es um neue Bluttests bei der Schwangeren, bei denen auf eine Fruchtwasseruntersuchung verzichtet werden kann.

Quelle: dpa, 27.1.2020 DHZ

Rubrik: Politik & Gesellschaft

Erscheinungsdatum: 28.01.2020