USA in der Corona-Krise

Vorläufiges Verbot von Schwangerschafts­abbrüchen in Texas gekippt

  • Im US-Bundesstaat Texas dürfen nach einem Gerichtsurteil Schwanger­schafts­abbrüche während der Coronakrise nicht ausgesetzt werden.

  • Im US-Bundesstaat Texas dürfen nach einem Gerichtsurteil Schwanger­schafts­abbrüche während der Coronakrise nicht ausgesetzt werden. In der Entscheidung des Berufungsgerichts in New Orleans heißt es, Schwangerschaftsabbrüche dürften nicht auf die Liste der „nicht dringenden“ medizinischen Behandlungen gesetzt werden, die während der Corona-Virus-Pandemie nicht ausgeführt werden.

    Frauenrechtsaktivistinnen zogen in Folge des Urteils einen Antrag beim Bundesver­fassungs­gericht zurück. In Texas sind derzeit alle nicht dringlich notwendigen medizinischen Ein­griffe untersagt, um Kapazitäten für die Behandlung von Coronavirus-Patienten freizuhal­ten.

    Die texanische Generalstaatsanwaltschaft hatte Schwangerschaftsabbrüche in die Liste der vorerst untersagten Eingriffe aufgenommen, sofern keine Gefahr für das Leben der Frau besteht. Vier weitere US-Bundesstaaten folgten diesem Schritt. Frauenrechtsaktivistinnen waren dagegen vor Gericht gezogen und beantragten eine einstweilige Verfü­gung zur Fortsetzung von Schwangerschaftsabbrüchen. Zwei Gerichtsentschei­de, die den Aktivistinnen Recht gaben, waren jedoch von Berufungsgerichten gekippt wor­den.

    Quelle: aerzteblatt.de, 15.4.2020 · DHZ

    Rubrik: Politik & Gesellschaft

    Erscheinungsdatum: 17.04.2020