Schwangerschaftscholestase

Wann erhöht die Erkrankung das Risiko für eine Totgeburt?

Bei einer intrahepatischen Schwangerschaftscholestase (ICP) – charakterisiert durch eine Erhöhung des Gallensäurewertes im Blut – ist neben anderen Komplikationen auch das Risiko einer Totgeburt erhöht. Bei gesicherter Lungenreife des Kindes wird deshalb häufig in der 38. Woche die Geburt eingeleitet. Eine Studie aus Großbritannien zeigt einen Weg auf, der es vielen Frauen mit ICP erlauben würde, ihre Schwangerschaft normal zu Ende zu führen.
Eine intrahepatische Schwangerschaftscholestase ist, den Studienergebnissen zufolge, nur dann signifikant mit einem erhöhten Totgeburtsrisiko assoziiert, wenn der Gallensäurewert über 100 µmol/l steigt.

Die Auswertung der Daten zeigte, dass die Mehrzahl der Frauen unterhalb des Grenzwertes von 100 µmol/l kein signifikant höheres Totgeburtsrisiko haben als Schwangere ohne ICP. Die AutorInnen gehen davon aus, dass die Messung der Gallensäurekonzentration im Blut „erlauben wird, die kleine Zahl von Frauen zu identifizieren, die das höchste Risiko haben und bei denen ein Eingreifen notwendig ist, um eine Totgeburt zu verhindern“, so Seniorautorin Prof. Dr. Catherine Williamson, die am Guy's and St Thomas' NHS Foundation Trust und am King's College London die Abteilung Frauengesundheit leitet.

Quelle: Medscape, 27.2.2019. https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4907685DHZ