Hessen

Zukunftsprogramm Geburts- und Hebammenhilfe

Zum zweiten Mal trat am 18. Dezember der „Runde Tisch Zukunftsprogramm Geburts- und Hebammenhilfe in Hessen“ im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) zusammen. Dabei diskutierte das Gremium erste Ergebnisse eines 2018 vom HMSI beauftragten Gutachtens zur Hebammenversorgung in Hessen, das vom Deutschen Krankenhausinstitut (DKI) und der Hochschule für Gesundheit Bochum (hsg) erstellt wurde.

So zeigen die Ergebnisse, dass die Anzahl der hessischen Krankenhäuser mit geburtshilflicher Abteilung im Untersuchungszeitraum rückläufig ist (von 2008 bis 2018 um 25 % von 67 auf 50 Häuser), während die Zahl der Geburten merklich steigt (um 18 % von rund 51.750 im Jahr 2008 auf gut 61.000 in 2018). Während mehr als jede dritte befragte Schwangere im Jahr 2018 von Schwierigkeiten bei der Suche nach einer Hebamme berichtet, haben fast 75 % der werdenden Mütter Hebammenbetreuung in Anspruch genommen. Auch die befragten Hebammen berichten von einem Nachfrageüberhang für ihre Leistungen.

Auf der Grundlage der Ergebnisse der Befragung können nun zum einen die Maßnahmen im Bereich der Geburts- und Hebammenhilfe identifiziert werden, die bereits zur Verbesserung der Versorgungs- und Vergütungssituation beitragen. Zum anderen dienen die Ergebnisse als Ausgangspunkt für Handlungsempfehlungen, die insbesondere auf eine verbesserte Hebammenversorgung und Sicherung der geburtshilflichen Versorgung gerichtet sind. Diese Empfehlungen entwickelt in einem nächsten Schritt der Fachbeirat für das Hebammengutachten und legt sie dem Runden Tisch zur Diskussion und Abstimmung vor.

Quelle: Hessisches Ministerium für Soziales und Integration, 18.12.2019

Rubrik: Regionales

Erscheinungsdatum: 15.01.2020