TwinHealth Projekt

Zwillingsforschung in Tübingen

Die Medizinische Fakultät in Tübingen hat einen eigenen Zwillings-Datenpool aufgebaut, um medizinische Faktoren der Zwillingsforschung zu untersuchen. Bisher werde fast ausschließlich mit soziologischen Aspekten ohne Einbezug von genetischem Material geforscht, heißt es aus der Klinik. Der Datenpool umfasst bisher 350 erwachsene eineiige und zweieiige Zwillingspaare aus klinikumseigenen Patient:innen. Das TwinHealth genannte Projekt wird im Rahmen der neuen Präventionsinitiative vom Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg gefördert.  

Der Einfluss von Erbanlagen und Umweltfaktoren bei der Entstehung von Krankheiten ist laut der Initiator:innen eine der zentralen Fragen der Medizin. Weitreichende Erkenntnisse könne hierfür der Gesundheitsstatus von Zwillingspaaren liefern. Stimmen die Zwillingspaare zu, sich an dem Projekt zu beteiligen, soll das genetische Material eines kranken und eines gesunden Zwillings mittels Blutproben verglichen werden. So könnten Rückschlüsse auf die Entstehung von Krankheiten gewonnen und individuelle Therapien angewendet werden.

Laut Daten des Statistischen Bundesamts gibt es jährlich in Deutschland mehr als 14.000 Zwillingsgeburten, allein in Tübingen sind es etwa 300.
Quelle: dpa, 26.7.2021∙  DHZ

Rubrik: Medizin & Wissenschaft

Erscheinungsdatum: 27.07.2021

Literatur