Rundruf

Die Fachwelt diskutiert über die Akademisierung des Hebammenberufes. Was denken Sie als Studierende oder frisch examinierte Hebamme darüber?

Lydia Argast, Studierende B.Sc. im achten Semester an der Hochschule Fulda

Als Studierende sehe ich die Akademisierung der Hebammenprofession als unverzichtbar
an, wenn wir zukunftsorientiert handeln wollen. Durch das Studium habe ich gelernt zu hinterfragen, abzuwägen, visionär zu denken und Lösungen zu entwickeln, wo man auch eine Sackgasse sehen könnte. Die Praxisphasen ergänzen den theoretischen Input und fordern heraus, Stellung zu beziehen und an eigenen Hebammenfertigkeiten zu feilen. Engagierte PraxisanleiterInnen im Kreißsaal und DozentInnen an der Hochschule ermöglichen uns eine Art der Ausbildung, die Früchte trägt.


Anne Grünthal, Studierende B.Sc. im sechsten Semester an der Hochschule 21 in Buxtehude

Die Akademisierung des Hebammenberufes ist in meinen Augen ein großer Schritt in die richtige Richtung. Als ich mich entschied Hebamme zu werden, bekam ich viele negative Reaktionen. Ich solle doch nicht »nur« Hebamme werden und
somit mein Abitur verschwenden. Von der Akademisierung erhoffe ich mir mehr Anerkennung und Wertschätzung des Berufes.
 

Ulrike Janus, Studierende B.Sc im sechsten Semester an der hochschule 21 in Buxtehude

Ich hoffe auf die Unterlegung jahrelanger Erfahrung mit Evidenzen. Wertvoll finde ich die
Möglichkeit, selbst zu forschen und damit aktiv Einfluss auf die Forschung zu haben. Sollten sich zukünftig Hebammen und ÄrztInnen bereits an der Uni begegnen, so erhoffe ich einen schon dort beginnenden Dialog in der Geburtshilfe – durch den Stolpersteine an Schnittstellen zum Wohl einer physiologischen Geburtshilfe minimiert werden können.
 

Rubrik: Immer in der DHZ | DHZ 08/2019

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