Rundruf

Welche Erfahrungen haben Sie in der Schwangerschafts-, Geburts- und Wochenbettbettbetreuung mit der Gabe von Homöopathie gemacht?

Katharina Kerlen-Petri, freiberufliche Hebamme in der Schwangeren- und Wochenbettbetreuung in Berlin

Wenn die Schwangere oder Wöchnerin offen für Homöopathie ist, empfinde ich diesen Behandlungsansatz als sehr unterstützend. Bei vielen Schwangerschaftsbeschwerden, wie beispielsweise Übelkeit oder Sodbrennen, aber auch bei Beschwerden im Wochenbett, wie Geburtsverletzungen, Nachwehen oder Stillprobleme, ist die Homöopathie eine gute Ergänzung zur klassischen Hebammenarbeit und zur Schulmedizin.

 

Ute Kirchhoff, Hausgeburtshebamme in Hannover

Ich setze zuweilen auch Homöopathie bei den Hausgeburten ein. Ich weiß jedoch oft nicht, ob ich eine Besserung auf das richtige Mittel zurückführen kann, oder ob diese von selbst eingetreten ist, was ja auch sehr oft geschieht. Ich gebe zu, so richtig überzeugt bin ich nicht, obwohl ich mich intensiv damit beschäftigt habe. Mein Motto ist: Wenn es wirkt, dann auch, wenn die Hebamme nicht dran glaubt.

 

Lea Peter, Studierende der Hebammenwissenschaft im 3. Semester an der Universität zu Lübeck

Als werdende Hebamme hatte ich schon einige Berührungspunkte mit der Homöopathie. Sei es die »heiße Sieben« gegen nächtliche Wadenkrämpfe, Caulophyllum zum Anregen der Wehentätigkeit oder Arnica im Wochenbett. Es kommt allerdings immer darauf an, wie es um die Frau steht und mit welcher Kollegin ich zusammenarbeite. Einige wenige haben eine Homöopathieausbildung gemacht und geben das Wissen gerne an uns WeHen weiter.

Rubrik: Immer in der DHZ | DHZ 1/2021

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