Baden-Württemberg

Geburtshilfliche Versorgung gut ausgebaut

„Die Geburtshilfe in Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen FrauenärztInnenen und den Hebammen kann sich sehen lassen. Das zeigt sich ganz konkret anhand von Versorgungsdaten.“ betonte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha vor dem Hintergrund der Initiative der Bundesregierung um die Stärkung der Geburtshilfe. So sei die Säuglingssterblichkeit beispielsweise wesentlich geringer als im Durchschnitt der EU-Staaten. Auch die Sterblichkeit innerhalb der ersten Tage nach der Geburt und die Zahl der Totgeburten weisen niedrige Werte auf.

Markus Haist, Landesvorsitzender des Berufsverbandes der Frauenärzte in Baden-Württemberg und niedergelassener Frauenarzt aus Pforzheim, stellte dazu fest: „In Baden-Württemberg versorgen etwa 1.600 Frauenärztinnen und Frauenärzte permanent rund 100.000 Schwangere. Die Belegärztinnen und -ärzte begleiten rund 4.500 Geburten pro Jahr. Die niedergelassenen Frauenärztinnen und -ärzte arbeiten eng mit den Kliniken und den Hebammen zusammen und können daher ein engmaschiges Netz an Versorgung gewährleisten.“

Für Dr. Norbert Metke, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW), steht die Aufrechterhaltung der Versorgung im Vordergrund. „Wir stehen vor der Herausforderung, wie wir das heutige Versorgungsniveau aufrechterhalten. Sowohl bei den ÄrztInnen als auch bei den Hebammen haben wir Nachwuchsprobleme“, betonte Metke. Auch das Ministerium für Soziales und Integration nimmt sich der aktuellen Herausforderungen in der Geburtshilfe an und hat deshalb bereits im Januar 2017 unter der Leitung von Staatssekretärin Bärbl Mielich einen Runden Tisch Geburtshilfe einberufen.

Quelle: KVBW, 20.2.2019

Rubrik: Regionales