Türkei/Syrien

Teenagerschwangerschaften im Vergleich

Elf Prozent aller Geburten weltweit werden von adoleszenten Müttern ausgetragen. Als solche gelten gemäß WHO Jugendliche zwischen 10 und 19 Jahren. Schwangere Jugendliche, die durch Bürgerkriege zur Flucht gezwungen wurden, erleben schwierige soziale Bedingungen im Ankunftsland durch fehlende Sprache, schlechten Ernährungszustand und kaum Zugang zur medizinischen Versorgung. Das führt bekanntermaßen zu Wachstumsretardierungen, Frühgeburten und einer steigenden Sectiorate.

In einer türkischen Studie in Kocaeli, einer Provinz im Nordwesten der Türkei, wurden zwischen Januar 2016 und Juli 2017 188 türkische mit den 67 immigrierten syrischen Teenagerschwangeren verglichen. Es fanden sich keine Unterschiede zwischen der Parität, der Rate an normalen Geburten, Sectiones und Geburten mit Interventionen, im Nullipara-Multipara-Verhältnis und kein Unterschied in der Frühgeburtlichkeit. Die Anzahl der präpartalen Hospitalisierungstage lag bei den türkischen Frauen signifikant höher. Die syrischen Frauen gebaren signifikant häufiger hypotrophe Kinder. Das Durchschnittsalter der türkischen Frauen lag bei 17,3 +/-1,01 Jahren und das der syrischen Frauen bei 17,27 +/- 0,8 Jahren.

Quelle: Turkay Ü et al.: Comparison of the pregnancy results between adolescent Syrian refugees and local adolescent Turkish citizens who gave birth in our clinic. The Journal of Maternal-Fetal & Neonatal Medicine 2018. 30.8.2018. https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/14767058.2018.1519016 DHZ