WHO

USA wollten offenbar Resolution zum Stillen verhindern

  • Eine WHO-Resolution zu den Vorteilen des Stillens konnte verabschiedet werden - die USA hatten laut New York Times zuvor versucht, dies zu verhindern.

  • Die USA haben offenbar eine Resolution der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu verhindern versucht, die zum Stillen von Säuglingen aufruft. Wie die New York Times berichtet, haben die Vereinigten Staaten mehrere Länder unter Druck gesetzt, der Resolution nicht zuzustimmen. Ecuador beispielsweise drohten die USA mit der Rückforderung wirtschaftlicher Hilfen, sollte das Land den WHO-Beschluss befürworten. Die USA kündigten offenbar auch an, ihre finanzielle Unterstützung für die WHO zurückzufahren, sollte die Resolution das Gremium passieren.

    Begründet wird der Widerstand damit, dass etliche Frauen aus verschiedenen Gründen ihre Babys nicht stillen könnten und für diese auf künstliche Nahrung angewiesen seien. Die Resolution würde diesen Frauen unnötige Hürden in den Weg stellen. KritikerInnen hingegen vermuten, dass die USA ihre ablehnende Position mit den Produzenten von Säuglingsnahrung abgestimmt haben.

    Letztlich verabschiedete die WHO doch die Resolution. Unter anderem auch deshalb, weil Russland sich vehement für den Beschluss eingesetzt hatte. Jahrzehntelange Forschung beweise, dass das Stillen die für Säuglinge gesündeste Ernährungsweise sei, hieß es von Seiten der russischen Delegation. Das Thema sei für die gesamte Welt von Bedeutung und dürfe nicht von kommerziellen Interessen bestimmt werden.

    Quelle: deutschlandfunk.de, 9.7.2018 DHZ