Roses Revolution

Zeichen setzen gegen Gewalt in der Geburtshilfe

  • Seit dem Start der "Roses Revolution" in Spanien 2011 machen jährlich immer mehr Menschen mit einer Rose, die sie an dem Ort ablegen, wo sie Gewalt in der Geburtshilfe erfahren haben, auf Missstände aufmerksam.

  • Am 25. November waren von Gewalt und Respektlosigkeit Betroffene, Hebammen, medizinisches Fachpersonal und Auszubildende aufgerufen, ein Zeichen für eine würdevolle und gewaltfreie Geburtshilfe zu setzen. Sie waren dazu eingeladen, vor geburtshilflichen Einrichtungen, in denen sie Gewalt erlebt oder miterlebt haben, symbolisch eine rosafarbene Rose abzulegen und über ihre Erfahrungen zu berichten. Der Aktionstag Roses Revolution fand 2018 zum sechsten Mal statt und erfährt wachsende Resonanz: Im Jahr 2016 haben fast 23 % und in 2017 mehr als 25 % der geburtshilflichen Einrichtungen in Deutschland Rosen vorgefunden.

    Seit dem Start der Roses Revolution in Spanien 2011 machen jährlich immer mehr Menschen auf Missstände in der Geburtshilfe aufmerksam. 2018 werden sich über 30 Länder an dem weltweiten Aktionstag beteiligt haben. 

    Durch die Roses Revolution ist "Gewalt in der Geburtshilfe" ein Begriff geworden und hat u.a. durch das preisgekürte WDR-Radio-Feature „Weinen hilft dir jetzt auch nicht!“ mediale Aufmerksamkeit erlangt. „Seit Jahren fordern wir politische Konsequenzen – doch echte Maßnahmen, wie im WHO-Statement von 2014 empfohlen, fehlen in Deutschland“, erläuterte Mascha Grieschat, Initiatorin von Gerechte Geburt und Mit-Organisatorin der Roses Revolution in Deutschland. „Nach wie vor gab und gibt es keine Reaktionen der Bundesregierung, weder auf die jährlichen Pressemitteilungen und Aktionen, noch auf die seit Januar 2018 laufende Bundestagspetition für eine umfassende Geburtshilfereform. Darum werden wir auch in diesem Jahr wieder das Schweigen brechen. Es muss sich etwas verändern.“, so Grieschat weiter.

    Quelle: Roses Revolution, 5.11.2018